Online Verkauf
Das Internet ist im Zuge des Web 2.0 Hypes zum wahren Tausendsasa geworden. Es hat in
seiner Funktion als Kommunikationsmedium massiv an Bedeutung gewonnen, liefert alle erdenklichen Informationen,
kann als Entertainment Medium genutzt werden und ist auch gewissermaßen zum virtuellen Welt-Flohmarkt
geworden.
Kleinanzeigenmärkte und Online Auktionen sind einer der Renner im Web 2.0. Privatleute
misten ihre Bude aus und verdienen mit etwas Glück noch einige Euros. Sammler und leidenschaftliche Shopper finden
im Internet mit Leichtigkeit jene Dinge, die sie bei sich vor Ort vergebens suchen würden. Kleinanzeigenmärkte und
virtuelle Auktionshäuser haben es möglich gemacht – der Kommerz in den Händen des gemeinen Internet Users! Zu schön
um, wahr zu sein? Teilweise schon!
Das bekannteste Auktionsportal im Internet ist unbestreitbar Ebay. Leider hat man bei
Ebay, auch wenn diese Plattform als Pionier der Online Auktionen gelten kann, auch einige Unrühmlichkeiten erlebt.
Naturgemäß zieht der Verkauf im Internet auch immer wieder dubiose Gestalten an, die danach trachten, arglosen
Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Internet lässt sich dies leider besonders einfach realisieren, da
erstens eine weitgehende Anonymität besteht und da es Usus ist, dass die Kunden immer in Vorleistung treten müssen.
Die Vorkasse ist auch bei Ebay die allgemeine Zahlungsart. Man bezahlt und erst bei Geldeingang schickt der
Verkäufer die Ware. Es ist allzu offensichtlich, dass diese (ansonsten verständliche Praxis) auch eine absolute
Gelegenheit für betrügerische Absichten bietet. Und genau an dieser Stelle wurde Ebay bereits in der Vergangenheit
mehrfach kritisiert. Denn es ist schleierhaft, warum die Verkäufer bei Ebay ihre Identität nicht zweifelsfrei
verifizieren müssen (bei der Ebay Tochter Paypal ist dies beispielsweise der Fall!). Denn dadurch zieht sich Ebay
einerseits aus der Affäre, wenn Betrügereien vorkommen, macht diese dafür aber auch erheblich einfacher. Denn es
ist ein leichtes für die Betrüger, sich als jemand anderes auszugeben und somit, geschützt durch ihre Anonymität,
arglose Kunden über den Tisch zu ziehen. So haben schon etliche Betrüger bei Ebay Waren im Wert von mehrere Tausend
Euro verkauft, aber niemals ausgeliefert. Dass manch ein Betrüger dabei Gesamtsummen in Höhe von sechs stelligen
Euro- bzw. Dollarbereichen erzielt haben, lässt tief blicken, wie lange sie ungescholten ihren Betrügereien
nachgehen konnten. Selbst zahlreiche negative Bewertungen wurden von Seiten Ebays gelöscht, da es Betrügern mit ein
wenig Geschick möglich ist den Verkäuferschutz zu nutzen und die negativen Bewertungen als verleumderisch
hinzustellen. Hinzu kommt, dass Betrogenen von Ebay oft herzlich allein gelassen werden. Meist kommt einfach nur
die lapidare Empfehlung den Rechtsstreit wahrzunehmen, doch das gestaltet sich bisweilen schwer, wenn man vom
Käufer nur falsche Daten hat und der angebliche Firmensitz sich als nicht existent erweist. Mit nachvollziehbarer
und glaubwürdiger Verifizierung wären solche Betrügereien ungleich schwerer.
Käufern bei Ebay kann man indes nur empfehlen, insbesondere bei teureren Artikeln
vorsichtig zu sein. Und wenn, dann sollten diese nur über Paypal bezahlt werden, denn dann besteht
Versicherungsschutz.
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